Am 12. März ist Weltnierentag 2026: Der diesjährige Aktionstag steht unter dem internationalen Motto „Nierengesundheit für alle: Fürsorge für die Menschen, Schutz des Planeten“ und will einmal mehr das Bewusstsein für die Bedeutung der Nierengesundheit schärfen. Auch Urologinnen und Urologen appellieren, sich am Weltnierentag vor allem  über Prävention und frühe Erkennung von chronischen Nierenerkrankungen (CKD) zu informieren, denn der schleichende Verlust der Nierenfunktion entwickelt sich oft unbemerkt und ohne auffällige Symptome. Starten Sie am besten hier und jetzt! Die acht wichtigsten Empfehlungen zum Schutz Ihrer Nieren finden Sie natürlich auch in diesem Beitrag.

 

Unsere Nieren sind lebenswichtig 

 

Unsere Nieren sind lebenswichtig: Sie reinigen das Blut, indem sie Giftstoffe und Stoffwechselreste über den Urin aus dem Körper entfernen. Gleichzeitig steuern sie den Salz- und Wasserhaushalt, unterstützen die Blutbildung, regulieren den Blutdruck, beeinflussen den Knochenstoffwechsel und bilden wichtige Hormone. Wenn die Nierenfunktion nachlässt, bleibt dies, wegen fehlender Symptome, häufig unbemerkt.

In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie e. V. mehr als neun Millionen Menschen von einer chronischen Nierenkrankheit (CKD) betroffen. Fast 100.000 Patientinnen und Patienten sind demnach auf ein maschinelles Nierenersatzverfahren (Dialyse) angewiesen, etwa 7000 Betroffene warten auf eine neue Niere und rund 20.000 Menschen leben mit einem transplantierten Organ.

 

Mit Prävention und Früherkennung: Dialyse und Transplantation verhindern

 

Wird eine Nierenerkrankung frühzeitig erkannt, kann eine medikamentöse Behandlung das Fortschreiten der Krankheit oft verlangsamen. Im besten Fall lässt sich dadurch vermeiden, dass später eine Dialyse oder eine Nierentransplantation notwendig wird. Voraussetzung ist jedoch, dass die Nierenfunktion noch nicht zu stark eingeschränkt ist, denn in fortgeschrittenen Stadien wirken Medikamente häufig nur noch begrenzt. Deshalb sind Früherkennung und die konsequente Behandlung von Risikofaktoren entscheidend, um die Nierengesundheit möglichst lange zu erhalten.

 

Bekannte und neue klimawandelbedingte Risikofaktoren

 

Zu den wichtigsten bekannten Risikofaktoren gehören Diabetes und Bluthochdruck. Auch genetische Faktoren, Alter, Übergewicht, Rauchen und Herzkrankheiten begünstigen die Entstehung einer chronischen Nierenkrankheit. Zusätzlich erhöhen neue klimawandelbedingte Faktoren, wie Luftverschmutzung und Hitzebelastung, das Risiko.

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. warnt anlässlich des Weltnierentags 2026 zudem vor dem übermäßigen Konsum von Fruchtzucker (Fruktose), der die Nieren massiv beeinträchtigen kann – etwa in Softdrinks, Energydrinks, Fruchtsäften und zahlreichen Fertigprodukten.

 

Weltnierentag 2026: Nierenschutz von großer Bedeutung für Mensch und Umwelt

 

Das internationale Motto des diesjährigen Weltnierentages fordert „Nierengesundheit für alle: Fürsorge für die Menschen, Schutz des Planeten“. Ziel ist eine nachhaltige Nierenversorgung mit dem Schwerpunkt auf Prävention und Früherkennung. So werde es möglich, Patientinnen und Patienten die Belastungen einer Dialyse zu ersparen und mit der Reduktion ressourcenintensiver Nierenersatztherapien gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Urologinnen und Urologen, die bei einer fortgeschrittenen chronischen Schädigung der Organe Spendernieren transplantieren, appellieren anlässlich des Weltnierentags 2026 deshalb eindringlich, frühzeitig auf die Nierengesundheit zu achten und Check-ups beim Hausarzt zu nutzen, damit mögliche Nierenschäden frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Ein einfacher Blut- und Urintest in der hausärztlichen Praxis liefert entscheidende Hinweise auf eine chronische Nierenkrankheit.

 

Acht Empfehlungen: So schützen Sie Ihre Nieren

 

Acht wichtige Empfehlungen, wie Sie Ihre Nieren gesund erhalten, haben die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V., die Deutsche Nierenstiftung und der Bundesverband Niere e.V. zusammengestellt.

Wichtig für den Nierenschutz sind:

  1. regelmäßige Bewegung
  2. die Kontrolle des Blutzuckers bei Diabetikern
  3. die Behandlung von Bluthochdruck
  4. gesunde Ernährung und Normalgewicht
  5. ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  6. Verzicht auf Tabakkonsum
  7. freiverkäufliche Schmerzmittel nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen
  8. den Nierenscheck beim Hausarzt nutzen

Mehr dazu finden Sie unter folgendem Link:
https://www.bundesverband-niere.de/wp-content/uploads/2026/02/DGFN-26-WNT-2026-Flyer-20260128-1700.pdf

 

Weiterführende Informationen

 

Anlässlich des Weltnierentags veranstaltet der Bundverband Niere e.V.  am 12. März 2026 um 17:00 Uhr ein zentrales kostenfreies online-Webinar für Patienten.
Hier geht es zur Anmeldung:
https://join.next.edudip.com/de/webinar/niere-im-blick-risiken-erkennen-fruhzeitig-handeln/2604288

Informationen zur Lebendnierenspende und der geplanten Gesetzesnovelle zur Erweiterung der Lebendspende durch die Einführung der sogenannten Überkreuz-Lebendspende lesen Sie hier auf der Website der Urologischen Stiftung Gesundheit:
https://urologische-stiftung-gesundheit.de/ablauf-der-nierenspende/