Gut informiert entscheiden
Nach einer Krebsdiagnose stehen oft mehrere Behandlungswege offen. Unsere digitalen Entscheidungshilfen erklären sie verständlich und auf Basis der Leitlinien, zu Hause und ohne Zeitdruck. Die Entscheidung treffen Patient und Arzt gemeinsam.
Entscheidungshilfe Prostatakrebs
Für Männer mit neu diagnostiziertem Prostatakrebs, bei denen eine örtliche Behandlung in Frage kommt.
Belastung vor und nach der Nutzung
Belastungsthermometer von 0 bis 10, Auswertung mit 1.912 Männern, DGU-Kongress 2026.
Entscheidungshilfe Blasenkrebs
Für Patienten mit muskelinvasivem Harnblasenkrebs oder einer Hochrisiko-Variante. Nutzbar in diesen Studienzentren:
- Mannheim
- Ulm
- München-Planegg
- Bonn
- Heidelberg
- Frankfurt
Gefördert von der Deutschen Krebshilfe, unterstützt von AstraZeneca und medac.

Entscheidungshilfe Blasenkrebs
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Mehr InformationenZusammenfassung
Die Entscheidungshilfe Blasenkrebs ist ein Online-Programm für Patienten mit neu diagnostiziertem muskelinvasivem Harnblasenkrebs oder einer Hochrisiko-Variante. Sie erklärt die leitliniengerechten Behandlungsmöglichkeiten verständlich, erfasst persönliche Wünsche und Lebensumstände und bereitet so das Gespräch mit dem behandelnden Urologen vor.
Eine Therapieempfehlung gibt die Entscheidungshilfe nicht. Sie unterstützt die gemeinsame Entscheidung von Patient und Arzt (Shared Decision Making). Aktuell wird sie in einer multizentrischen klinischen Studie erprobt.
Hintergrund
Beim muskelinvasiven Harnblasenkrebs gibt es je nach Stadium und Lage des Tumors unterschiedliche Behandlungswege: von der Entfernung der Harnblase mit verschiedenen Formen der Harnableitung bis zu blasenerhaltenden Therapien. Diese Entscheidung prägt die spätere Lebensqualität, die seelische Belastung und oft auch die Sexualität.
Darum ist es wichtig, dass Patienten vor dem Arztgespräch alle für sie relevanten Informationen kennen und der Urologe die Lebensumstände seines Patienten erfährt. Nur so lässt sich gemeinsam der passende Weg finden.
Der Ablauf
Die Zugangsdaten erhalten Patienten im Rahmen der Studie von ihrem behandelnden Urologen. Die klinischen Daten sind bereits hinterlegt, sodass nur die Informationen und Fragebögen erscheinen, die zur eigenen Erkrankung passen.
Genutzt wird die Entscheidungshilfe zu Hause in Ruhe, gern gemeinsam mit Angehörigen. Videos und verständliche Grafiken erklären die Erkrankung, die passenden Behandlungsmöglichkeiten, die Formen der Harnableitung, die Nachsorge und Fragen der Lebensqualität. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Leitlinie zum Harnblasenkarzinom.
Mit validierten Fragebögen werden Beschwerden und persönliche Präferenzen erfasst. Am Ende steht je eine Zusammenfassung für den Patienten und für den Arzt, die zum Beratungsgespräch mitgebracht werden kann.
Projektleitung
Entwickelt wird die Entscheidungshilfe Blasenkrebs unter dem Dach der Urologischen Stiftung Gesundheit gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.
Projektleitung: Prof. Dr. med. Maximilian Kriegmair Urologische Klinik München-Planegg und PD Dr. med. Britta Grüne, Klinik für Urologie und Urochirurgie, Mannheim.
Klinische Studie
Die Entscheidungshilfe Blasenkrebs wird derzeit in einer multizentrischen Studie wissenschaftlich evaluiert. Die Nutzung ist deshalb nur in den beteiligten Studienzentren möglich: Mannheim, Ulm, München-Planegg, Bonn, Heidelberg und Frankfurt.
Untersucht wird, wie sich die Entscheidungshilfe auf Entscheidungssicherheit, Wissen über die Erkrankung und seelische Belastung auswirkt. Außerdem werden Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz bei Patienten und Ärzten erfasst. Die Ergebnisse sollen nach Studienabschluss veröffentlicht werden.
Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Krebshilfe, unterstützt von AstraZeneca und medac.
Wichtiger Hinweis: Dieses Tool ist ein Informations- und Vorbereitungsinstrument. Die endgültige Therapieentscheidung muss stets im persönlichen, ausführlichen Gespräch mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt getroffen werden.
Weitere Informationen zur Entscheidungshilfe Blasenkrebs erhalten Sie über www.entscheidungshilfe-blasenkrebs.info
Hersteller
Die technische Entwicklung, Produktion der Videos und Bereitstellung der Entscheidungshilfe Blasenkrebs erfolgt durch die:
ASD Concepts GmbH & Co. KG
Darmstädter Straße 62
64354 Reinheim
www.asd-concepts.de
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Mehr InformationenDie Initiative „CancerSurvivor – Menschen mit Krebs“ erklärt, wie die Entscheidungshilfe Prostatakrebs funktioniert und was es für das Patienten-Arzt-Verhältnis bedeutet.
Zu Gast im SURVIVORS HOME sind der niedergelassene Urologe Priv.-Doz. Dr. Manfred Johannsen aus Berlin-Spandau sowie ein Patient, welcher über seine Erfahrung im Umgang mit diesem seit dem Jahr 2021 verfügbaren Aufklärungs-Tool berichten kann.
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Entscheidungshilfe Prostatakrebs
Zusammenfassung
Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs ist ein Online-Programm für Männer mit neu diagnostiziertem Prostatakrebs, für die eine örtliche Behandlung in Frage kommt. Operation, Strahlentherapie, Brachytherapie, Aktive Überwachung oder fokale Verfahren: Die Entscheidungshilfe erklärt alle leitliniengerechten Wege verständlich und bereitet auf das Gespräch mit dem Urologen vor.
Seit dem Start 2016 haben mehr als 28.000 Patienten die Entscheidungshilfe genutzt. Sie ist als Medizinprodukt der Klasse 1 registriert und wird bei jeder neuen Leitlinie aktualisiert.
Hintergrund
Die Entscheidungshilfe gibt keine Therapieempfehlung. Sie hilft Patienten, Nutzen und mögliche Nebenwirkungen der Behandlungen zu verstehen, die eigenen Wünsche zu sortieren und gut vorbereitet ins Arztgespräch zu gehen.
Der Zugang ist inzwischen einfach: Patienten können sich direkt auf www.entscheidungshilfe-prostatakrebs.de registrieren und sofort loslegen. Setzt der Urologe die Entscheidungshilfe aktiv ein, kann er zusätzlich medizinische Angaben mitgeben, damit die Inhalte noch genauer zur persönlichen Situation passen.
Videos, Animationen und Schaubilder vermitteln rund eine Stunde Grundlagenwissen zu Diagnostik, Risikoeinteilung, Behandlung, Nachsorge und sozialen Fragen. Die Bearbeitung kann jederzeit unterbrochen werden. Validierte Fragebögen erfassen Beschwerden und Präferenzen. Am Ende stehen zwei einseitige Zusammenfassungen: eine für den Patienten, eine für den Arzt.
Projektverlauf
Entwickelt wurde die Entscheidungshilfe Prostatakrebs ab 2015 von einem Projektteam um Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber unter dem Dach der PatientenAkademie der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Krebshilfe und des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. Seit Juni 2016 ist sie online. Unterstützt wird sie von Takeda Pharma (seit 2015), Johnson & Johnson (seit 2020) und Apogepha (seit 2022).
Seit Mai 2021 ist eine erweiterte Version als Medizinprodukt der Klasse 1 registriert. Hersteller und Inhaber der CE-Kennzeichnung ist ASD Concepts GmbH & Co. KG. 2022 hat die Urologische Stiftung Gesundheit gGmbH die Trägerschaft übernommen.
Evaluation
Neue Daten vom DGU-Kongress 2026: In einer Auswertung mit 1.912 Männern (im Schnitt 66 Jahre) fühlten sich die Patienten direkt nach der Nutzung deutlich weniger unsicher bei der Wahl ihrer Behandlung. Die Belastung auf dem Belastungsthermometer sank im Schnitt von rund 6 auf rund 4 Punkte, und bei vier von fünf Wissensfragen antworteten deutlich mehr Männer richtig. Rund 76 Prozent bearbeiteten alle Module, die Zufriedenheit lag bei rund 88 Prozent.
EvEnt-PCA-Studie: In der randomisierten, vom Innovationsfonds geförderten Studie mit 1.115 Patienten in 116 Zentren wurde die Entscheidungshilfe mit der gedruckten Patientenleitlinie verglichen. Bei der Befragung vier Wochen nach der Nutzung zeigte sich kein nachweisbarer Vorteil. Die Studie dokumentierte aber eine stärkere Leitlinientreue im Beratungsprozess.
Wie sich die Entscheidungshilfe langfristig auf Zufriedenheit und Lebensqualität auswirkt, soll künftig eine zusätzliche Nachbefragung zeigen.


