Die Urologische Stiftung Gesundheit (USG) startet die nächste Runde ihrer bundesweiten Aufklärungskampagne zur Prostatakrebsfrüherkennung und geht dabei bewusst neue Wege. Unter dem Motto „Lass deine Vorsorge nicht schleifen“ werden Männer diesmal direkt dort erreicht, wo sie ohnehin aktiv sind: im Baumarkt.
Gemeinsam mit der Hamburger Kreativagentur TankTank bringt die USG das Thema Früherkennung in ein Umfeld, das für viele Männer mit Anpacken, Verantwortung und Eigeninitiative verbunden ist. Die Botschaft ist klar: Wer sich um Haus und Garten kümmert, sollte auch die eigene Gesundheit nicht vernachlässigen.
Früherkennung beginnt im Alltag
Mit prägnanten und bewusst doppeldeutigen Botschaften wie „Dämm doch mal dein Krebsrisiko“, „Kümmere dich um deine Pinselabteilung“ oder „Bevor dein Hahn tropft“ wird das Thema niedrigschwellig und ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Männer ab 45 Jahren zur Vorsorge zu motivieren.
Die Kampagne ist bis Juni 2026 deutschlandweit sichtbar, unter anderem in OBI und hagebau Märkten mit großflächigen Plakaten, digitalen Screens und begleitenden Maßnahmen auf Parkplätzen. Ergänzt wird die Präsenz durch gezielte Ausspielungen auf YouTube und Meta sowie durch Social Media Aktionen.
Prostatakrebs früh erkennen und Heilungschancen nutzen
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Jährlich erkranken rund 65.000 bis 75.000 Männer neu, etwa 15.000 Männer sterben an den Folgen der Erkrankung.
Wird der Tumor früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Gerade in frühen Stadien verursacht Prostatakrebs jedoch häufig keine Beschwerden. Umso wichtiger ist die regelmäßige Früherkennung.
Die USG appelliert daher klar: „Hab keine Muffe. Geh zur Prostatakrebsfrüherkennung.“
Verständliche Informationen und konkrete Hilfe
Zentrale Anlaufstelle der Kampagne ist die begleitende Website „Prostata – der wunde Punkt des Mannes“. Dort werden alle relevanten Untersuchungsmethoden verständlich erklärt und medizinisch eingeordnet.
- ärztliches Aufklärungsgespräch
- Tastuntersuchung
- PSA Test
- Ultraschalluntersuchung
- Magnetresonanztomographie, kurz MRT
- Prostatabiopsie
Auch die verschiedenen Behandlungsoptionen werden übersichtlich dargestellt. Dazu gehören unter anderem die aktive Überwachung, operative Verfahren, Bestrahlung und moderne Therapieansätze.
Eine integrierte Urologensuche hilft Männern dabei, schnell eine passende Urologin oder einen passenden Urologen in der Nähe zu finden und einen Termin zur Prostatakrebsfrüherkennung zu vereinbaren.
Starke Partner für mehr Reichweite
Die Kampagne wird unterstützt von den Partnern Bayer und Johnson & Johnson.
Verantwortlich auf Seiten der Urologischen Stiftung Gesundheit sind unter anderem Prof. Dr. Christian Wülfing, Dr. Holger Borchers und Richard Falkai. Die kreative Umsetzung, Produktion und Mediastrategie liegt bei TankTank.
„Unsere Erfahrung mit der Prostatakrebs-Vorsorge hat gezeigt, dass wir Männer mit reiner Aufklärung nicht nachhaltig genug erreichen. Also gehen wir dahin, wo sie ohnehin Dinge in die Hand nehmen, und machen Vorsorge zu einem Projekt.“
Prof. Dr. Christian Wülfing, Chefarzt für Urologie und Mitglied des Medical Boards der USG
Vorsorge ist kein großes Projekt, sondern ein Termin
Die Kampagne zeigt, wie moderne Gesundheitskommunikation funktionieren kann: nah am Alltag, verständlich und mit einem klaren Ziel.
Denn am Ende braucht es oft nur einen kleinen Schritt, einen Termin beim Urologen, um ein mögliches Risiko frühzeitig zu erkennen und die Heilungschancen zu verbessern.
