Lexikon – B

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Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Gutartige Prostatavergrößerung. Auch als benignes Prostatasyndrom bezeichnet. Siehe Patienteninformation

→ Was tun, wenn die Prostata wächst?

Biofeedback-Training bei Inkontinenz

Trainingsverfahren des Beckenbodens. Einsatz bei verschiedenen Inkontinenzformen.

Biopsie

Probeentnahme von Gewebe, z.B. aus der Prostata. Durch die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann zwischen gutartigen und bösartigen Geschwülsten unterschieden werden.

Blasenentzündung

Normalerweise sind die ableitenden Harnwege und der Urin keimfrei. Eine bakterielle Infektion der Harnblase wird als Blasenentzündung oder Cystitis bezeichnet. Eine solche Infektion äußert sich oft durch gehäuften Harndrang und brennende Schmerzen v.a. während des Wasserlassens.

Blasenschwäche

Umgangssprachliche Bezeichnung für verschiedene Inkontinenzformen.

Body-Mass-Index (BMI)

Der BMI dient zur Beurteilung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße bei Erwachsenen. Er berechnet sich nach folgender Formel:
BMI = (Gewicht in Kilogramm) geteilt durch (das Quadrat der Körpergröße in Metern):
Gewicht 75 Kilogramm, Größe 180 cm = 1,8 m
BMI = 75 (kg) : 1,8 (m) : 1,8 (m) = 23

Einteilung in Gewichtsklassen beim Erwachsenen mittels BMI:
1. Untergewicht: < 18,5 kg/m²
2. Normalgewicht: 18,5 bis 24,9 kg/m²
3. Übergewicht: 25 bis 29,9 kg/m²
4. Adipositas Grad I: 30 bis 34,9 kg/m²
5. Adipositas Grad II: 35 bis 39,9 kg/m²
6. Adipositas Grad III: BMI > 40 kg/m²
Adipositas = Fettleibigkeit

Bougierung

Verfahren zur Ausdehnung und Erweiterung einer verengten Stelle, z.B. in der Harnröhre.

Brustkrebs beim Mann

Mit etwas mehr als 700 Neuerkrankungen pro Jahr ist der Brustkrebs bei Männern in Deutschland eine seltene Erkrankung. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei rund 71 Jahren, wenngleich Männer grundsätzlich in jedem Alter erkranken können.

Als Risikofaktoren gelten ein hormonelles Ungleichgewicht durch Hodenerkrankungen in der Kindheit, starkes Übergewicht und das Klinefelter-Syndrom. Männer mit dieser Chromosomenstörung haben ein 15- bis 50fach erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Auch Veränderungen in den sogenannten Brustkrebsgenen, den BRCA-Genen, erhöhen das Risiko, ebenso können Vorerkrankungen mit Diabetes, Prostatakrebs und eine Schilddrüsenüberfunktion das Erkrankungsrisiko beeinflussen.

Auch Doping mit Anabolika und Wachstumshormonen können das Brustkrebsrisiko bei Männern erhöhen. Zudem haben Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen sowie sehr hoher Alkoholkonsum Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

Zu den Symptomen gehören einen schmerzlose Knotenbildung in der Brust, die vermehrt bei einer bereits bestehenden Brustdrüsenschwellung auftritt. Auch klare oder blutige Flüssigkeitsabsonderungen, Einziehungen und kleine Entzündungen oder Wunden, die nicht abheilen, können Symptome sein.

Erste Ansprechpartner sind Hausärzt:innen, Urolog:innen mit Zusatzbezeichnung Andrologie und Frauenärzt:innen. Die Behandlung orientiert sich im Wesentlichen an den Erfahrungen der Krebsbehandlung der weiblichen Brust.

Es gibt kein gesetzliches Früherkennungsprogramm für Brustkrebs beim Mann:

  • Ein gesunder Lebensstil sowie
  • Selbstbeobachtung und Abtasten der Brust sind wichtig.