Urologische Notfälle
Fournier-Gangrän
Urologischer Notfall – rechtzeitig handeln, Gesundheit schützen.
Die Fournier-Gangrän ist eine seltene, aber sehr aggressive Infektion von Bindegewebe, das Muskeln oder Muskelgruppen umgibt, und führt zum Gewebetod. Die Infektion geht vom Hodensack bzw. dem Genitalbereich aus und kann sich schnell in benachbarte Körperregionen ausbreiten. Diese Erkrankung muss sofort behandelt werden, denn es besteht ein großes Risiko, an ihr zu versterben.
Ursachen und Risikofaktoren der Fournier-Gangrän
Die Entzündung wird durch verschiedene Keime gleichzeitig ausgelöst. Ein besonderes Risiko für diese Erkrankung haben Patienten mit einem hohen BMI, einem geschwächten Immunsystem, meist der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), und einer kürzlich stattgefundenen Verletzung oder Operation im Genitalbereich.
Symptome der Fournier-Gangrän
Schmerzhafte Schwellung, Rötung und ein Knistern der Haut am Hodensack oder an anderen Stellen des Genitalbereichs gehören zu den Beschwerden. Später zeigen sich zusätzlich schwarze Hautstellen, in denen bereits Gewebetod aufgetreten ist. Fieber und Zeichen einer Blutvergiftung (z.B. ein niedriger Blutdruck oder eine beschleunigte Atmung) kommen hinzu.
Diagnostik der Fournier-Gangrän
Der Arzt führt eine genaue körperliche Untersuchung durch und nimmt Blut ab. Der Urin wird ebenfalls untersucht. In einigen Fällen ist eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie hilfreich.
Behandlung der Fournier-Gangrän
Zur Behandlung der Fournier-Gangrän gehört ein Antibiotikum, das möglichst viele im Verdacht stehende Erreger umfasst, und die operative Entfernung der Areale, die bereits vom Gewebetod betroffen sind. Diese Entfernung wird so lange durchgeführt, bis nur noch gesundes Gewebe übrig bleibt. Dies kann manchmal zu sehr großen Wunden führen. Im Verlauf werden meist regelmäßige, weitere Operationen zur erneuten Wundreinigung durchgeführt, um die Wundheilung zu sichern.
Intensivstation und Nachsorge
Häufig ist zudem eine Versorgung auf der Intensivstation notwendig, wenn der Kreislauf bereits durch die Blutvergiftung eingeschränkt ist.

Liebe Patientin, lieber Patient,
wir hoffen, dass dieses Informationsmaterial der Urologischen Stiftung Gesundheit gGmbH für Sie von Nutzen war. In diesem Fall würden wir uns sehr freuen, wenn Sie unsere gemeinnützige Arbeit mit einer Spende unterstützen. Jeder noch so kleine Betrag hilft uns dabei, Menschen über urologische Erkrankungen zu informieren. Wir weisen abschließend darauf hin, dass Ihre Spende steuerlich absetzbar ist.
Für Ihre Gesundheit wünschen wir Ihnen alles Gute!
Dr. med. Holger Borchers
Prof. Dr. med. Helmut Haas
Geschäftsführer der Urologischen Stiftung Gesundheit gGmbH
Unser Spendenkonto:
Urologische Stiftung Gesundheit gGmbH
IBAN: DE85 2007 0000 0092 4258 00
BIC: DEUTDEHHXXX