Ab jetzt gesund! Gänsebraten und Plätzchen liegen hinter uns und spätestens nach der Silvesterparty wird es ernst mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr. Unter den Top Ten der guten Vorsätze ist der Bereich Gesundheit traditionell stark vertreten – das gilt auch für das Jahr 2026. Damit es nicht bei den guten Absichten bleibt, und Ihre urologische Gesundheit langfristig profitieren kann, finden Sie in diesem Artikel auch ein paar wichtige Tipps und Tricks zum Durchhalten.

Viele gute Vorsätze betreffen die Gesundheit: Das haben sich die Deutschen für 2026 vorgenommen

Im Ranking der häufigsten guten Vorsätze für 2026 rangiert die Gesundheit, laut einer repräsentativen Umfrage von Statista, auf den Plätzen zwei, drei und vier: sich gesünder ernähren, wollen 50 Prozent der Befragten; mehr Sport treiben, wollen 48 Prozent; abnehmen, wollen 37 Prozent. Weniger Alkohol trinken, wollen 16 Prozent (Rang zehn) der Befragten und 15 Prozent haben sich vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das entspricht immerhin Platz zwölf auf der Liste der guten Vorsätze.

So profitiert Ihre urologische Gesundheit

Wer mit diesen Vorsätzen in das neue Jahr startet, tut auch etwas Gutes für Blase, Nieren und Co. Ein paar ausgewählte Fakten aus der Urologie zeigen das Potenzial:

  • Gesunde Ernährung bietet zahlreiche Vorteile für die urologische Gesundheit. So kann eine ballaststoffreiche, salzarme Ernährung mit wenig tierischem Eiweiß das Risiko für Harnsteinerkrankungen senken. Eine hohe Trinkmenge verdünnt den Urin, beugt der Steinbildung und auch Harnwegsinfekten vor. Eine herzgesunde Ernährung, wie die mediterrane Diät, verbessert die Gefäßfunktion und wirkt sich positiv auf die Durchblutung und damit auch auf die Erektionsfähigkeit aus.
  • Körperliche Aktivität dient bekanntlich der generellen Krebsprävention. Zudem bringt regelmäßiger Sport die Spermien auf Trab. Sport fördert die Durchblutung und stärkt das Herz-Kreislaufsystem und ist deshalb ebenfalls gut für die Erektionsfähigkeit. Bestimmte Sportarten wie Yoga und Pilatis stärken den Beckenboden und können einer Blasenschwäche vorbeugen.
  • Wer sich vorgenommen hat, 2026 abzunehmen, tut ebenfalls etwas Gutes für seine urologische Gesundheit. Übergewicht gilt als einer der wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Nierenkrebs. Das Erreichen von Normalgewicht ist eine effektive Präventionsmaßnahme. Weniger Körpergewicht bedeutet zudem weniger physikalischen Druck auf die Blase und den Beckenboden und kann eine Belastungsinkontinenz, also dem unwillkürlichen Urinverlust beim Husten oder Lachen, verbessern. Darüber hinaus kann eine Gewichtsreduktion die Häufigkeit von plötzlichem Harndrang reduzieren.
  • Weniger Alkohol zu trinken, wirkt sich zum Beispiel positiv auf die Potenz, die Nierengesundheit und auch auf die Qualität der Spermien aus. Über die zahlreichen Auswirkungen von zu hohem Alkoholkonsum informiert das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ausführlich auf seiner Website „Kenn dein Limit“.
  • Ein Rauchstopp dient in hohem Maße der urologischen Gesundheit. So ist Rauchen der größte Risikofaktor für Blasenkrebs und, neben Übergewicht und Bluthochdruck, ein gesicherter Risikofaktor für Nierenkrebs. Tabakkonsum kann ebenfalls zu Erektionsproblemen führen und beeinträchtigt überdies die Fruchtbarkeit – Rauchen reduziert das Befruchtungspotenzial der Spermien etwa um die Hälfte.
    „rauchfrei!“, das unabhängige Informationsportal vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, hilft beim Rauchstopp.

Damit Sie durchhalten: Gute Vorsätze müssen nicht radikal sein

 Damit Ihre guten Vorsätze die ersten Tage und Wochen des neuen Jahres überdauern, helfen ein paar Tricks:

  • Starten Sie mit kleinen Zielen: Statt „mehr Sport“ lieber zweimal pro Woche 20 Minuten spazieren gehen.
  • Formulieren Sie ihre Vorsätze ganz konkret: „Ich trinke jeden Tag zwei Gläser Wasser mehr, morgens und nachmittags“.
  • Führen Sie neue Routinen ein und planen für Ihre Vorsätze feste alltagstaugliche Zeiten ein: „Donnerstags ist Sporttag“.
  • Schaffen Sie Verbindlichkeit: Vereinbaren Sie Ihren Termin zur Krebsfrüherkennung und tragen ihn in den Kalender ein.
  • Teilen Sie Ihre neuen Ziele mit Ihrem Umfeld: Soziale Unterstützung von Familie und Freunden hilft, durchzuhalten.
  • Rechnen Sie mit Rückschlägen: „Ganz oder gar nicht“ muss nicht sein. Ein Ausrutscher ist kein Scheitern, sondern Teil des Lernprozesses.

Fazit:

Gute Vorsätze müssen nicht radikal sein, um Wirkung zu zeigen. Schon kleine Veränderungen im Alltag – mehr Bewegung, eine reichliche Flüssigkeitszufuhr, ein paar Pfunde weniger – können viel für die urologische Gesundheit tun. Das neue Jahr bietet eine gute Gelegenheit, die eigene Gesundheit langfristig in den Fokus zu rücken.

Für den Anfang empfehlen wir, hier auf der Website der Urologischen Stiftung Gesundheit zu stöbern und sich zum Beispiel über die Prostatakrebsfrüherkennung, die HPV-Impfung und über den Hodencheck zur Früherkennung von Hodenkrebs zu informieren.