Chirurgische Wege
gegen Blasenkrebs

Präzise operieren für
bessere Heilungschancen

Die operative Behandlung ist bei vielen Formen von Blasenkrebs der zentrale Therapieschritt. Sie verfolgt mehrere Ziele, die den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen:

  • vollständige Entfernung des sichtbaren Tumors
  • Reduktion des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung
  • Gewinnung von Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung
  • Grundlage für weitere Therapieentscheidungen
Eine sorgfältig und vollständig durchgeführte Operation ist entscheidend, da sie nicht nur der Behandlung dient, sondern auch wichtige Informationen über Art, Ausdehnung und Aggressivität des Tumors liefert.

Ohne äussere Schnitte,
aber mit grosser Bedeutung

Die transurethrale Resektion des Blasentumors, kurz TUR-BT, ist in den meisten Fällen der erste operative Eingriff bei Blasenkrebs. Der Tumor wird dabei über die Harnröhre lokal entfernt, ohne äußere Schnitte. Dieses Vorgehen ermöglicht es, den Tumor vollständig zu entfernen und gleichzeitig Gewebe für die feingewebliche Untersuchung zu gewinnen.

Die TUR-BT dient damit zwei wichtigen Zwecken:

  • therapeutisch durch Entfernung des lokalen Tumors
  • diagnostisch durch genaue Bestimmung von Tumorart und Eindringtiefe

Warum Präzision so wichtig ist

Die Qualität der ersten Operation hat großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Erkrankung. Bleiben Tumorreste zurück, steigt das Risiko für Rückfälle deutlich. Während der Operation kommen spezielle Sichtverfahren zum Einsatz, die dem Operateur helfen, Tumorgewebe besser zu erkennen. Dazu zählen auch fluoreszenzgestützte Verfahren, die während des Eingriffs eingesetzt werden können.

Sie ermöglichen:
  • eine bessere Abgrenzung von Tumorgewebe
  • das Erkennen flacher oder schwer sichtbarer Tumoranteile
  • eine vollständigere Entfernung des Tumors

Diese Verfahren gehören zur operativen
Behandlung und ergänzen die TUR-BT sinnvoll.

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Wenn Technik hilft, präziser zu behandeln

Bei fortgeschrittenen Tumoren kann eine roboterassistierte Operation sinnvoll sein.

  • Roboterunterstützte Systeme ermöglichen eine feinere Präparation von Gewebe.
  • Es kommt häufig zu weniger Blutverlust.
  • Ärztinnen und Ärzte haben eine besonders klare Sicht auf das Operationsfeld.
Diese Technik kann die Genauigkeit steigern und den Eingriff für Patienten schonender machen.

Zystektomie: Wenn die Blase
entfernt werden muss

Wenn der Tumor in die Blasenmuskulatur eingewachsen ist oder es trotz Behandlung zu wiederholten Rückfällen kommt, kann eine vollständige Entfernung der Harnblase notwendig sein. Die sogenannte Zystektomie ist ein größerer operativer Eingriff, der eine sorgfältige Vorbereitung und individuelle Planung erfordert. Ziel ist es, die Erkrankung möglichst vollständig zu kontrollieren.
Der Eingriff kann erfolgen:
  • offen chirurgisch
  • minimal invasiv
  • robotisch assistiert
Welche Methode gewählt wird, hängt vom Tumorstadium, der allgemeinen Gesundheit des Patienten und individuellen Gegebenheiten ab.

Neoblase oder Urostoma
– ein neuer Alltag beginnt

Nach der Entfernung der Blase muss eine neue Form der Harnableitung geschaffen werden. Dafür stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Zu den gängigsten Formen gehören:
  • Neoblase

    Aus einem Darmanteil wird eine neue Blase geformt, die über die Harnröhre entleert wird.
  • Urostoma

    Der Urin wird über eine kleine Öffnung in der Bauchdecke nach außen geleitet und in einem Beutel gesammelt.
Welche Form der Harnableitung geeignet ist, wird individuell entschieden und gemeinsam mit dem Patienten besprochen.
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Lebensqualität nach der Operation

Auch nach größeren operativen Eingriffen ist für viele Patienten eine gute Lebensqualität möglich. Moderne Operationstechniken und eine strukturierte Nachbetreuung tragen dazu bei, den Alltag wieder aktiv zu gestalten.


Nach einer Eingewöhnungsphase können viele Betroffene:

  • alltägliche Aktivitäten wieder aufnehmen
  • beruflich und sozial aktiv bleiben
  • ihre Lebensqualität stabilisieren
Eine gute Vorbereitung und Begleitung sind dabei wichtige Bestandteile des Behandlungskonzepts.

Kombinations­­therapien
für bessere Ergebnisse

Die operative Therapie ist meist Teil eines umfassenden Behandlungsplans. Häufig wird sie mit weiteren Therapien kombiniert, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Dazu gehören:
  • Operation und medikamentöse Therapie nach TUR-BT
  • operative Therapie und systemische Behandlungen bei fortgeschrittener Erkrankung
  • individuell abgestimmte Kombinationen verschiedener Verfahren
Die Operation bildet dabei oft den zentralen Ausgangspunkt
für alle weiteren Behandlungsschritte.

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